Viele Eltern wollen ihre Kinder vor emotionalen Belastungen schützen und trauen sich nicht, offen mit ihnen über schwere Erkrankungen zu sprechen. Selbst sehr kleine Kinder spüren aber, wenn sich die Stimmung in der Familie verändert.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihre Kinder unter der Situation leiden, sollten Sie den Kindern die Erkrankung und ihre Folgen erklären, damit sie die Situation verstehen können. Bei Infektionskrankheiten wie COVID-19 ist es besonders wichtig, den Kindern das Ansteckungsrisiko zu erklären, damit sie verstehen, dass vielleicht eine Zeitlang Abstand gehalten werden muss oder dass Mama oder Papa im Krankenhaus keinen Besuch bekommen darf.
Kinder reagieren auf Erkrankungen von Eltern individuell unterschiedlich. Grundsätzlich können sie mit diesem Wissen aber leichter umgehen als mit einer Verunsicherung über das Verhalten der Eltern.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie die Probleme innerhalb der Familie nicht lösen können, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Beratungen und Hilfe für Familien werden von vielen Stellen angeboten (u. a. von kommunalen, kirchlichen und freien Trägern.)
Über das Hilfeportal der Diakonie, die Caritas und pro familia können Sie Angebote für Beratungen zu familiären Problemen in Ihrer Umgebung finden.
Kindgerechte Informationen zu Infektionskrankheiten und zur Corona-Pandemie bieten die Websites Hygiene-Tipps-Fuer-Kids.de von der Universitätsklinik Bonn und kindergesundheit-info.de von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).
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