Wie viel muss man bei Hilfsmitteln zuzahlen?

Bei Hilfsmitteln, die zum Verbrauch bestimmt sind – z. B. Inkontinenzartikel, Spritzen zur Verabreichung von Medikamenten – zahlen Betroffene ein Zehntel der Kosten pro Packung dazu. Der Höchstbetrag liegt bei 10 Euro für den gesamten Monatsbedarf solcher Hilfen. Für alle anderen Hilfsmittel müssen Betroffene zwischen 5 und 10 Euro zuzahlen.

Weitere Informationen zu Hilfsmitteln bietet das Bundesministerium für Gesundheit.

Wie bekomme ich eine Gehhilfe, einen Rollstuhl und andere Hilfsmittel?

Dinge wie Gehhilfen, Rollstühle oder Bade- und Duschhilfen werden in der medizinischen Fachsprache als Hilfsmittel bezeichnet.

Welche Hilfsmittel jemand braucht, hängt von der individuellen Situation ab. Die behandelnden Ärzt:innen oder Therapeut:innen können Ihnen bei der Auswahl helfen, denn mit ihrer fachlichen Expertise können sie begründen, welches Hilfsmittel infrage kommt.

Damit die Krankenkasse die Kosten übernimmt, muss es in einer speziellen Liste enthalten sein: im sogenannten Hilfsmittelverzeichnis. Außerdem müssen vor der Anschaffung des Hilfsmittels eine ärztliche Verordnung und die Genehmigung der Krankenkasse vorliegen.

Mit der von der Krankenkasse genehmigten Verordnung können Sie das Hilfsmittel bei einem von der Kasse anerkannten Lieferanten bestellen. Wird die Versorgung mit dem Hilfsmittel von der Krankenkasse abgelehnt, haben Sie das Recht, innerhalb der angegebenen Frist Widerspruch einzulegen.

Das Hilfsmittelverzeichnis gilt für die Übernahme der Kosten durch die gesetzlichen Krankenkassen. Private Krankenkassen haben dazu unterschiedliche Regelungen, die auch vom gewählten Tarif abhängen. Am besten sprechen Sie Ihre Krankenversicherung an und bitten um Auskunft und Beratung.

Weitere Informationen zu Hilfsmitteln bietet das Bundesministerium für Gesundheit.

Wie und wo kann man sich online mit anderen Betroffenen austauschen?

In den letzten Jahren sind zahlreiche Angebote für digitale Selbsthilfe in sozialen Medien, Online-Foren und Internet-Chats entstanden. Häufig werden solche Angebote ähnlich wie klassische Selbsthilfegruppen von etablierten Patientenorganisationen angeboten und moderiert.

Eine aktuelle Übersicht über die Angebote der Corona-Selbsthilfe in Deutschland finden Sie bei der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS). Dort finden Sie auch zahlreiche weiterführende Internetlinks, die eine Möglichkeit zur digitalen Kontaktaufnahme bieten.

Ich möchte mich mit anderen Betroffenen austauschen. Gibt es in meiner Nähe eine Selbsthilfegruppe?

Während der Corona-Pandemie sind in vielen Städten Selbsthilfegruppen entstanden, die Betroffenen und ihren Angehörigen eine Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch bieten.

Die Themen der Gruppen sind vielfältig: von Long-COVID über den Umgang mit akuten Fällen bis hin zu Einsamkeit, Sorgen, Ängsten und anderen psychischen Belastungen durch die Pandemie.

Eine aktuelle Übersicht über die Angebote der Corona-Selbsthilfe in Deutschland finden Sie bei der Nationalen Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS).

Wenn Sie speziell nach Angeboten für junge Menschen suchen, kann das Portal für junge Selbsthilfe weiterhelfen.

Wo kann ich mich über Corona-Hilfen, Kurzarbeitergeld und andere finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten informieren?

Um soziale Härten abzufedern, stehen zahlreiche staatliche Hilfsmaßnahmen zur Verfügung. Der Corona-Lotse des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales hilft Ihnen herauszufinden, welche Unterstützung Sie bekommen können.

Einen Überblick über finanzielle Hilfen für Familien in der Corona-Zeit bietet das Familienportal des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bei der Bundesagentur für Arbeit finden Sie Informationen zum Kurzarbeitergeld und zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten.

Bei den Sozialverbänden (VdK und SoVD) können Sie sich informieren, welche zusätzlichen Unterstützungsleistungen Sie möglicherweise von der Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit oder anderen Stellen bekommen können.

Die Pandemie belastet mich sehr. Ich fühle mich einsam und bin oft sehr deprimiert. Wo kann ich Hilfe bekommen?

Viele Menschen erleben die COVID-19-Pandemie als große Belastung. Der Alltag ist mühsam, die Zukunft erscheint ungewiss – so entstehen Sorgen und Ängste. Studien belegen, dass Kontaktbeschränkungen gerade junge Menschen sehr belasten und ein Gefühl von Einsamkeit auslösen oder verstärken können.

Wichtig zu wissen ist: Wenn Sie unter negativen Gefühlen leiden, gibt es viele Anlaufstellen, die Ihnen weiterhelfen können:

In manchen Fällen kann auch eine psychotherapeutische Begleitung sinnvoll sein. Holen Sie sich dazu ärztlichen Rat, z. B. in der Hausarztpraxis. Gemeinsam können Sie schauen, wie es weitergeht und auf welchem Weg eine Psychotherapie vermittelt werden kann.

Weitere Informationen und Hinweise zur psychotherapeutischen Begleitung finden Sie in unserer Rubrik „Behandlung“.

Muss ich für die Beratung bezahlen?

Viele Anlaufstellen für Patient:innen bieten ihre Informations- und Beratungsleistungen kostenlos an.

Für Auskünfte zu medizinischen Fragen und zu Themen wie Rente, Pflege und Sozialleistungen bieten die hier genannten Anlaufstellen kostenlose Beratungen an.

Welche Beratungsstellen können Patient:innen im Alltag weiterhelfen?

Sie suchen Hilfe, Informationen, Beratung?

Die erste Anlaufstelle für alle Fragen zur Gesundheit sollte Ihre Hausarztpraxis sein.

Außerdem gibt es zahlreiche weitere Einrichtungen, die Ihnen bei Fragen weiterhelfen können:

Ich brauche dringend medizinische Hilfe – an wen kann ich mich wenden?

In akuten Notfällen – beispielsweise bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen, Atemnot oder hohem Fieber – sollten Sie schnellstmöglich medizinisch versorgt werden.

Rettungsdienst: 112

Über die Notrufnummer 112 können Sie in lebensbedrohlichen Situationen den Rettungsdienst alarmieren (z. B. bei starker Atemnot infolge einer COVID‑19-Erkrankung, bei starken Schmerzen in der Brust, die auf einen Herzinfarkt hindeuten können, oder bei einem Schlaganfall).

Ärztlicher Bereitschaftsdienst/Notfallpraxen: 116 117

Über die Telefonnummer 116 117 erreichen Sie den Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte. Der Bereitschaftsdienst vermittelt Kontakt zu Notfallpraxen und hilft schnell bei Erkrankungen, mit denen Sie normalerweise in eine Arztpraxis gehen würden, wenn die Behandlung nicht bis zum nächsten Werktag warten kann.

Terminservicestellen

Wenn Sie möglichst schnell einen Termin beim Facharzt bekommen möchten, können Ihnen möglicherweise die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen helfen. Hierzu sollten Sie wissen, dass Sie sich die vermittelte Arztpraxis in der Regel nicht aussuchen können und manchmal auch längere Wege in Kauf nehmen müssen.

Wichtiger Hinweis: Man sollte Termine im Krankenhaus oder in der Arztpraxis nicht aus Angst vor einer Corona-Infektion vermeiden. Eine Verschiebung oder Absage von notwendigen Arztbesuchen aus Furcht vor einer Infektion ist aus medizinischer Sicht eine schlechte Entscheidung. Bei Notfällen kann es lebenswichtig sein, schnellstmöglich Hilfe zu bekommen. Aber auch Vorsorgeuntersuchungen sollten nicht verschoben werden.

Im Zweifel sollten Sie im Krankenhaus oder in der Arztpraxis anrufen und nachfragen, ob ein Termin möglich ist und wie Sie sich dort am besten vor Infektionen schützen können.

Wo finde ich fundierte Informationen zu Coronaviren und zu COVID-19?

Folgende Einrichtungen bieten fundierte Informationen, die regelmäßig aktualisiert werden:

  • Das Bundesministerium für Gesundheit informiert aktuell und fundiert über Corona und COVID-19 – nicht nur auf der Website des Ministeriums, sondern auch auf dem Gesundheitsportal gesund.bund.de.
  • Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat zum Thema Infektionsschutz eine Website mit Hintergrundinformationen, Hygienetipps und Merkblättern erstellt, die aktuelle Informationen zu Corona-Viren und zu COVID-19 bietet.
  • Breite Hintergrundinformationen zu SARS-CoV-2 und COVID-19 bietet außerdem das Robert Koch-Institut (RKI). Es ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Bei arbeitsrechtlichen Fragen können Sie sich beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu Rechten und Pflichten von Arbeitnehmer:innen in Pandemiezeiten informieren.