Wie geht es nach der Krankenhausbehandlung weiter?
Je schwerer der Verlauf und je länger die stationäre und intensivmedizinische Versorgung, desto länger brauchen COVID-19-Patient:innen in der Regel nach dem Krankenhausaufenthalt, um sich zu erholen.
Bei schweren Verläufen sind Patient:innen nach dem Krankenhausaufenthalt nicht immer in der Lage, ihren Alltag eigenständig zu meistern. Viele brauchen Hilfe und Unterstützung, manche sind von Long-COVID betroffen.
Nach der stationären Behandlung im Krankenhaus kann eine Reha-Maßnahme helfen, den Gesundheitszustand zu stabilisieren. Die behandelnden Ärzt:innen im Krankenhaus und der Sozialdienst können hierzu beraten und eine Reha-Maßnahme beantragen.
Bei Patient:innen, die nicht direkt in eine Rehabilitationsklinik verlegt werden, übernimmt die Hausarztpraxis die Betreuung. Das Krankenhaus, in dem die Akutbehandlung erfolgte, informiert die Hausarztpraxis im Arztbrief umfassend über die Erkrankung und die Untersuchungen und Therapien, die dort stattgefunden haben.
Je nach persönlichem Bedarf haben Patient:innen nach der Krankenhausbehandlung Anspruch auf weitere Therapien und auf Hilfsmittel, die über die Hausarztpraxis koordiniert und beantragt werden können.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat für Patient:innen eine Broschüre mit „Empfehlungen zur Unterstützung einer selbstständigen Rehabilitation nach COVID-19-bedingter Erkrankung“ veröffentlicht, die Sie hier kostenlos herunterladen können. Darin finden Sie viele hilfreiche Informationen für die Genesung, z. B. Atemübungen, Gehirntraining, Tipps zum Umgang mit Ängsten und Stimmungsschwankungen und Anleitung zur sportlichen Betätigung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.