Was ist eine Quarantäne und warum wird sie eingesetzt?

Als Quarantäne bezeichnet man eine zeitlich befristete Isolierung von Menschen, Tieren oder Pflanzen, von denen man annimmt, dass sie an bestimmten Infektionskrankheiten erkrankt sind oder Krankheitserreger übertragen können, z. B. Kontaktpersonen von Menschen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind. Die juristische Grundlage für eine Quarantäne ist in Deutschland das Infektionsschutzgesetz (IfSG). Bei den Infizierten selbst spricht man nicht von Quarantäne, sondern einfach nur von Isolierung.

Durch eine Quarantäne soll eine Ausbreitung von Infektionskrankheiten vermieden werden. In Deutschland entscheiden die lokalen Gesundheitsämter gemäß Infektionsschutzgesetz, ob eine Quarantäne verordnet wird.

Quarantäne bedeutet, dass eine betroffene Person für eine bestimmte Zeit ihre Wohnung nicht mehr verlassen und keinen Besuch bekommen darf. Jeglicher direkte Kontakt mit anderen Menschen ist nicht erlaubt.

Die Regelungen für die Isolierung von Infizierten und die Quarantäne der Kontaktpersonen nach einer SARS-CoV-2-Infektion können regional unterschiedlich ausfallen und wurden im Verlauf der Pandemie mehrfach geändert. Achten Sie deshalb auf die aktuellen Bestimmungen in Ihrem Bundesland.

Aktuelle Informationen zu Isolierung und Quarantäne finden Sie auf der Website infektionsschutz.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Weitere Informationen zum Infektionsschutzgesetz finden Sie ebenfalls beim Robert Koch-Institut (RKI).

Sollte ich zu Hause bei der Haushaltsreinigung Desinfektionsmittel benutzen?

Eine Verwendung von Desinfektionsmitteln ist bei einer normalen Haushaltsreinigung in der Regel nicht notwendig. Eine Reinigung von Flächen und Gegenständen mit warmem Wasser und den üblichen Haushaltsreinigern reicht aus, um die Keimbelastung auf ein unbedenkliches Niveau zu bringen.

Besonders hoch ist die Keimbelastung auf Flächen, die man häufig anfasst: etwa Türklinken, Lichtschalter, Handys, Telefonhörer. Diese sollten deshalb zwischendurch öfter mal abgewischt werden.

In Ausnahmefällen kann es sinnvoll sein, dass Desinfektionsmittel in einem privaten Haushalt benutzt werden – etwa wenn jemand aus dem persönlichen Umfeld ansteckend erkrankt ist oder wenn ein Familienmitglied ein geschwächtes Immunsystem hat.

Weitere Tipps zur Haushaltsreinigung und zur Verwendung von Desinfektionsmitteln bieten die Verbraucherzentrale und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Wie oft und wie lange sollte man sich die Hände waschen?

Um Infektionen zu vermeiden, sollte man sich mehrmals täglich gründlich die Hände waschen: vor und nach der Zubereitung von Speisen, vor dem Essen, nach jedem Toilettenbesuch, vor und nach dem Kontakt mit erkrankten Menschen, nach dem Umgang mit Tieren und nach dem Kontakt mit kontaminierten Materialien.

Wenn Sie nach Hause kommen, sollte der erste Gang zum Waschbecken sein. Denn im Alltag fasst man ständig Gegenstände an, auf denen Krankheitserreger sein können: Treppengeländer, Türklinken, Haltegriffe in öffentlichen Verkehrs­mitteln, Geldscheine, Münzen, Displays, Computertastaturen etc.

Waschen Sie sich die Hände mit reichlich warmem Wasser und Seife und vergessen Sie dabei nicht die Fingernägel und die Zwischenräume zwischen den Fingern. Für eine gründliche Reinigung der Hände reichen 30 Sekunden. Wer keine Lust hat, die Sekunden zu zählen: zweimal die Melodie von „Happy Birthday“ summen. Oder einmal „Freude schöner Götterfunken".

Nach dem Waschen sollten Sie die Hände mit einem sauberen Handtuch sorgfältig abtrocknen. Am Arbeitsplatz oder in Restaurants sollte man zum Abtrocknen nach Möglichkeit Papierhandtücher benutzen.

Zum Thema Handhygiene können Sie sich hier ein kurzes Video der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anschauen.

Weitere Tipps und Hinweise zur Prävention von Infektionen finden Sie in einer Broschüre des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS).

Wie kann ich mich im Alltag vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen?

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) empfiehlt, auf die AHA+L+A-Formel zu achten.

AHA steht für:

Abstand halten: Achten Sie auf 1,50 Meter Abstand zu anderen Menschen (z. B. beim Einkaufen oder im Büro während der Arbeit).

Hygiene beachten: Wichtig ist gründliches Händewaschen und beim Husten und Niesen nicht die Hand vor den Mund halten, sondern in die Armbeuge husten.

Im Alltag eine Maske tragen: Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung,

wenn Sie im öffentlichen Raum den Mindestabstand nicht durchgehend einhalten können. Achten Sie zudem auf aktuelle Regelungen und Empfehlungen für das Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung (OP-Maske) oder einer FFP2-Maske (bzw N95 oder KN95) z. B. in Verkehrsmitteln.

Weitere Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV‑2:

Lüften von Innenräumen: In geschlossenen Räumen ist regelmäßiges und gründliches Lüften eine wichtige Maßnahme zum Schutz vor Infektionen. Lüften Sie regelmäßig die Räume Ihrer Wohnung, und machen Sie auch am Arbeitsplatz regelmäßig (täglich mehrmals für einige Minuten) die Fenster auf.

Bei Krankheitsanzeichen zu Hause bleiben: Bei Krankheitsanzeichen wie Husten, Niesen und anderen Erkältungsbeschwerden sollten Sie zu Hause bleiben und soziale Kontakte möglichst komplett vermeiden.

Nutzung der Corona-Warn-App: Die App kann anzeigen, wenn Sie in den vergangenen 14 Tagen Kontakt zu jemandem hatten, der das Coronavirus SARS-CoV-2 übertragen haben könnte, und Ihr individuelles Infektionsrisiko berechnen. Dadurch können Infektionsketten leichter nachvollzogen werden. Die Corona-Warn-App wird vom Robert Koch-Institut für die Bundesregierung herausgegeben und kann in den gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

Neben den oben genannten Hinweisen kann es unterschiedliche, regionale Verordnungen und Regelungen geben, die zu beachten sind.

Die aktuell gültigen Regelungen und Empfehlungen für den Umgang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 können sich schnell ändern. Bleiben Sie auf dem neuesten Stand und informieren Sie sich gründlich!

Umfassende Informationen, die regelmäßig aktualisiert werden, bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Website infektionsschutz.de.

Weitere Tipps und Hinweise zur Prävention von Infektionen finden Sie in einer Broschüre des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS).

Tipps und Hinweise zur Prävention in englischer Sprache finden Sie bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Wichtiger Hinweis: Manche Menschen vermeiden Termine im Krankenhaus oder in der Arztpraxis aus Angst vor einer Corona-Infektion. Eine Verschiebung oder Absage von notwendigen Arztbesuchen oder Vorsorgeterminen aus Furcht vor einer Infektion ist aus medizinischer Sicht aber eine schlechte Entscheidung. Bei Notfällen kann es lebenswichtig sein, schnellstmöglich Hilfe zu bekommen. Auch Vorsorgeuntersuchungen sollten nicht verschoben werden.

Im Zweifel sollten Sie im Krankenhaus oder in der Arztpraxis anrufen und nachfragen, ob ein Termin möglich ist und wie Sie sich dort am besten vor Infektionen schützen können.

Ich bin unsicher, weil ständig neue Informationen zur Corona-Impfung auftauchen. Wo kann ich mich dazu seriös informieren?

Bei Fragen zur Corona-Impfung empfehlen wir Ihnen folgende Informationsquellen:

Bitte denken Sie daran, dass die Informationslage zum Thema Corona sich schnell verändern kann. Achten Sie darauf, dass die von Ihnen genutzten Informationsquellen auf dem neuesten Stand sind. Bei den oben genannten Quellen finden Sie wissenschaftlich fundierte Informationen, die kontinuierlich aktualisiert werden.

 

Ich habe gehört, dass einige Inhaltsstoffe der Impfung, sogenannte Adjuvanzien, gesundheitsschädlich sein sollen. Stimmt das?

Als Adjuvanzien bezeichnet man Substanzen, die bei manchen Impfstoffen als Wirkverstärker eingesetzt werden. Sie werden z. B. bei Impfungen mit Totimpfstoffen eingesetzt, etwa bei der Grippeschutzimpfung, da das Immunsystem auf die im Totimpfstoff enthaltenen Bestandteile der Krankheitserreger nicht ausreichend stark reagieren würde.

Durch Adjuvanzien wird die Immunantwort verstärkt. Sie können Nebenwirkungen verursachen, die aber in der Regel nicht schwerwiegend sind, z. B. Schmerzen und Verhärtungen an der Einstichstelle.

In den mRNA- und Vektorimpfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 sind keine Adjuvanzien vorhanden. Andere Impfstoffe, z. B. die sogenannten Totimpfstoffe, können unterschiedliche Adjuvanzien enthalten.

Weitere Information zur Verwendung von Adjuvanzien in der Impfstoffentwicklung finden Sie beim Verband Forschender Arzneimittelhersteller (vfa) und in einem Artikel der Pharmazeutischen Zeitung.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat ihre Empfehlungen für Corona-Impfungen in letzter Zeit häufig geändert – woran liegt das?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) ist eine beim Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Gruppe unabhängiger Expert:innen, die ihre Interessenkonflikte transparent und klar offenlegen müssen. Seit Mitte Mai 2020 gibt es bei der STIKO eine Arbeitsgruppe zur Corona-Schutzimpfung.

Die Impfempfehlungen der STIKO basieren auf einer Abwägung zwischen dem Nutzen einer Impfung und möglichen Risiken oder Unsicherheiten, die mit fehlenden oder lückenhaften Informationen zusammenhängen können. Dabei werden auch mathematische Modelle benutzt, um die möglichen Folgen einer Impfempfehlung einschätzen zu können.

Neue oder geänderte Impfempfehlungen sind häufig notwendig, weil sich die epidemiologische Lage und der aktuelle Stand der Forschung immer wieder verändern. Neue Erkenntnisse zum SARS-CoV-2-Virus und zur Krankheit COVID‑19 müssen bei Impfempfehlungen ebenso berücksichtigt werden wie die Zulassungen und Verfügbarkeit von Impfstoffen und der Nutzen von Impfungen für das geimpfte Individuum und die gesamte Bevölkerung.

Weitere Informationen zur STIKO und zu Empfehlungen zur COVID-19-Impfung finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI) in der Rubrik „Kommissionen“ und unter „Wie werden die Impfempfehlungen erarbeitet?.

Was ist ein „Impfdurchbruch“ und wie kann es dazu kommen?

Ein sogenannter Impfdurchbruch liegt vor, wenn bei einer vollständig geimpften Person eine SARS-CoV-2-Infektion durch einen PCR-Test nachgewiesen wird und diese sich bei der betroffenen Person auch mit Symptomen bemerkbar macht.

Wichtig zu wissen: Ein Impfdurchbruch bedeutet nicht, dass der Impfstoff nicht wirkt. Denn auch bei einem Impfdurchbruch kann durch die vorherige Impfung ein schwerer COVID-19-Verlauf sehr häufig vermieden werden.

Weitere Informationen zum Impfdurchbruch bietet das Robert Koch-Institut (RKI).

Ist eine Corona-Impfung noch wirksam, wenn neue Virusvarianten auftauchen?

Inwieweit die Wirksamkeit der Impfung durch Mutationen und Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 reduziert wird, lässt sich nicht allgemein sagen. Es hängt von verschiedenen Faktoren ab: vom Impfstoff, von der Zahl der bereits verabreichten Impfdosen, von der Kombination verschiedener Impfstoffe und vor allem von der Art der Mutation.

Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die Wirksamkeit der Corona-Impfung vor dem Auftreten der Omikron-Variante bei vollständig geimpften Personen (zwei Impfdosen) bei 90 % gegen eine schwere COVID-19-Erkrankung und bei 75 % gegen eine symptomatische SARS-CoV-2-Infektion.

Dabei muss man berücksichtigen, dass die Wirkung der Impfung mit der Zeit nachlässt. Dies gilt insbesondere für die Virusvariante Omikron, die sich seit November 2021 weltweit ausgebreitet hat. Das RKI weist darauf hin, dass die Wirksamkeit der Impfung bei der Omikron-Variante geringer ist als bei der Delta-Variante und schneller nachlässt. Ab etwa 15 Wochen nach der zweiten Impfdosis ist demnach kein ausreichender Schutz vor Erkrankung mehr gegeben. Die vorhandenen Studiendaten zeigen aber auch, dass durch eine Auffrischungsimpfung ein guter Schutz gegenüber der Omikron-Variante erzielt werden kann.

Aktuelle Informationen zur Wirksamkeit der Corona-Impfung finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI).

Ist eine Corona-Impfung für Menschen mit Vorerkrankungen wie Rheuma, Krebs, Diabetes o. ä. geeignet?

In der Regel wird die Corona-Impfung gerade auch für Menschen mit Vorerkrankungen empfohlen, weil bei ihnen das Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf erhöht sein kann.

Es gibt aber auch Ausnahmen – etwa bei Menschen, die akut schwer erkrankt sind. Hier ist es möglicherweise ratsam, mit einer Impfung zu warten, bis die akuten Symptome abgeklungen sind. Außerdem kommt bei manchen Vorerkrankungen und bei bestimmten medikamentösen Therapien nicht jeder Impfstoff infrage. Dabei handelt es sich jedoch um seltene Fälle.

Holen Sie ärztlichen Rat ein, wenn Sie unsicher sind, ob eine Corona-Impfung bei Ihnen aus medizinischen Gründen problematisch sein könnte.

Auch Patientenorganisationen sind gute Ansprechpartner bei Fragen. Patientenorganisationen haben in der Regel einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung und können Ihnen auf dieser Basis eine Auskunft erteilen.

Informationen zur SARS-CoV-2-Impfung für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen finden Sie bei der Deutschen Rheuma-Liga und bei der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie.

Eine Stellungnahme der Deutschen Krebshilfe zu COVID-19-Auffrischungsimpfungen für Krebspatient:innen finden Sie hier.

Empfehlungen der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband e.V. (dmsg) zur Corona-Schutzimpfung finden Sie hier.