Ist eine Corona-Impfung für schwangere Frauen geeignet?

Ja. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung im zweiten Drittel der Schwangerschaft. Wenn die Erstimpfung schon vor der Schwangerschaft durchgeführt wurde, sollte die Zweitimpfung im zweiten Drittel der Schwangerschaft erfolgen.

Die STIKO empfiehlt die Corona-Impfung ausdrücklich auch für Frauen im gebärfähigen Alter mit Kinderwunsch und für stillende Frauen.

Weitere Informationen zur Impfung bei Schwangeren, Stillenden und bei Kinderwunsch finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI).

Ist eine Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche geeignet?

Ja. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren.

Außerdem empfiehlt die STIKO die Corona-Schutzimpfung unter bestimmten Voraussetzungen auch für Kinder ab 5 Jahren: bei bestimmten Vorerkrankungen oder wenn sich im Umfeld der Kinder Angehörige oder andere Kontaktpersonen mit erhöhtem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden.

Eine allgemeine STIKO-Impfempfehlung für Kinder unter 12 Jahren gibt es derzeit nicht. Bei individuellem Wunsch von Eltern und Kindern kann aber auch eine Impfung für Kinder ohne Vorerkrankungen im Alter von 5–11 Jahren laut STIKO nach ärztlicher Aufklärung erfolgen.

Weitere Informationen zur Impfung von Kindern finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI).

Eine Liste mit relevanten Vorerkrankungen finden Sie beim oben angegebenen Link im Text unterhalb der Frage „Welchen Kindern und Jugendlichen wird die COVID-19-Schutzimpfung besonders empfohlen?“.

Ich habe Angst, dass die Corona-Impfung langfristige Nebenwirkungen haben kann, die man heute noch nicht kennt. Womit muss ich rechnen?

Impfungen werden in der Medizin seit langer Zeit erfolgreich angewendet. Wenn unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, so hat sich gezeigt, dass diese sich in der Regel wenige Tage oder Wochen nach der Impfung bemerkbar machen. Bisher wurden bei keiner Impfung Nebenwirkungen beobachtet, die erst nach Monaten oder Jahren auftreten. Solche Langzeitfolgen sind auch bei den COVID-19-Impfstoffen nicht zu erwarten.

Weitere Informationen zu den Nebenwirkungen von Corona-Impfungen finden Sie auf der Website infektionsschutz.de von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und beim Paul-Ehrlich-Institut.

Wie hoch ist das Risiko für schwere Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung?

Das Risiko für schwere Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung liegt nach einer Angabe des Paul-Ehrlich-Instituts bei 0,02 %. Durchschnittlich ist eine von 5000 Personen von einer schwerwiegenden unerwünschten Nebenwirkung betroffen.

Das Paul-Ehrlich-Institut ist für die Überwachung der Sicherheit von Impfstoffen in Deutschland zuständig. Das Institut sammelt und bewertet die Meldung von Verdachtsfällen von Nebenwirkungen und veröffentlicht alle in Deutschland gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen oder Impfkomplikationen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gegen COVID-19 in Sicherheitsberichten.

Weitere Informationen und aktuelle Sicherheitsberichte zur COVID-19-Impfung finden Sie beim Paul-Ehrlich-Institut.

Ich habe Angst vor den Nebenwirkungen der Corona-Impfung. Womit muss man rechnen?

Sie sollten damit rechnen, dass Sie nach einer Corona-Impfung möglicherweise eine Impfreaktion des Körpers spüren werden. Dabei können unterschiedliche Beschwerden auftreten: etwa Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Fieber, Erkältungssymptome oder auch Schmerzen im Arm, ähnlich wie bei Muskelkater.

Dazu muss man wissen, dass es sich hierbei nicht um unerwünschte Nebenwirkungen handelt, sondern um unbedenkliche Anzeichen für eine erwünschte Immunreaktion des Körpers auf den Impfstoff. Eine starke Impfreaktion kann unangenehm sein, aber in der Regel dauert sie nur wenige Tage.

Im Einzelfall lässt sich die Impfreaktion meist kaum vorhersagen – bei manchen Menschen tritt gar keine Impfreaktion auf, bei anderen fällt sie stärker aus.

Neben der Impfreaktion kann es in sehr seltenen Fällen auch zu Nebenwirkungen und Impfkomplikationen kommen. Dabei können Beschwerden wie Kopfschmerzen, Atemnot, Schwellungen und Lähmungen der Arme oder Beine, Brustschmerzen, Hautblutungen oder Lähmungen der Brust und des Gesichts auftreten. Beschwerden wie Atemnot, starker Herzschlag und Brustschmerzen können Anzeichen einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) oder Entzündung des Herzbeutels (Perikarditis) sein. Hiervon betroffen sind vorwiegend jüngere Männer, Jungen und männliche Jugendliche. Wer 4–16 Tage nach der Impfung solche oder andere Nebenwirkungen feststellt, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Weitere Informationen zu den Nebenwirkungen von Corona-Impfungen finden Sie auf der Websiter gesund.bund.de des Bundesministeriums für Gesundheit, auf der Website infektionsschutz.de von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und beim Paul-Ehrlich-Institut.

Eine Entscheidungshilfe zur Corona-Impfung mit evidenzbasierten Informationen zu Infektionsrisiken und Krankheitsverläufen für Geimpfte und Ungeimpfte finden Sie auf der Website der Initiative Share to Care.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nach einer Impfung das Virus weiter überträgt und andere ansteckt?

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand trotz vollständiger Impfung das Coronavirus SARS-CoV-2 überträgt und andere damit ansteckt, ist im Vergleich zu ungeimpften Personen deutlich vermindert. Der Zeitraum der Virusausscheidung ist bei geimpften Personen nach einer SARS-CoV-2-Infektion kürzer als bei Ungeimpften.

Eine Übertragung des Virus nach einer Impfung ist also weniger wahrscheinlich, aber nicht komplett ausgeschlossen. In welchem Ausmaß eine Übertragung des Virus durch Impfungen reduziert werden kann, lässt sich nicht genau quantifizieren. Deshalb sollten auch geimpfte Menschen auf die aktuell gültigen Hygieneregeln achten, um Ansteckungen zu vermeiden.

Weitere Informationen zur Wirksamkeit von Corona-Impfungen finden Sie beim Robert Koch-Institut (RKI).

Wieso muss man sich bei einigen Impfstoffen mehrmals impfen lassen und bei anderen nur einmal?

Das Ziel einer Impfung besteht darin, eine Grundimmunisierung zu erreichen oder aufrechtzuerhalten.

Bei manchen Krankheiten reicht für die Grundimmunisierung eine einmalige Impfung aus. Bei COVID-19 sind mehrere Teilimpfungen nötig.

Die Wirkung einer Impfung kann nach einiger Zeit zurückgehen. Der nachlassende Impfschutz kann durch eine „Booster“-Impfung (Auffrischungsimpfung) verstärkt und erneuert werden.

Wie oft und in welchen zeitlichen Abständen die verschiedenen Teil- oder Booster-Impfungen vorgenommen werden sollten, unterscheidet sich je nach Krankheit und Impfstoff.

Bei der Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 kommt hinzu, dass das Virus mutieren kann und die dadurch entstehenden Virusvarianten unterschiedlich auf Impfstoffe reagieren können.

Für die Corona-Schutzimpfung überprüft die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) kontinuierlich die vorhandenen Daten zur Wirksamkeit der Impfstoffe und passt ihre Impfempfehlungen entsprechend an.

Eine Entscheidungshilfe zur Corona-Impfung mit evidenzbasierten Informationen zu Infektionsrisiken und Krankheitsverläufen für Geimpfte und Ungeimpfte finden Sie auf der Website der Initiative Share to Care.

Weitere Informationen zu Auffrischungsimpfungen finden Sie auf der Website der Bundesregierung.

Welche Impfstoffe gibt es gegen COVID-19 und wie unterscheiden sie sich?

Man unterscheidet bei Impfstoffen unterschiedliche Typen, die sich aufgrund ihrer Herstellungs- und Wirkungsweise unterscheiden:

mRNA-Impfstoffe

mRNA-Impfstoffe gegen COVID-19 enthalten Teile des Erbguts des SARS-CoV-2-Virus in Form von Messenger-RNA (diese wird auch als Boten-RNA bezeichnet). Dadurch übertragen die Impfstoffe die Bauanleitung für ein Oberflächenprotein des SARS-CoV-2-Virus, das sogenannte Spikeprotein. Dieses Protein wird als Folge der Impfung durch Körperzellen hergestellt, wodurch eine Immunantwort angeregt wird. Die Messenger-RNA des Impfstoffs gelangt nicht in den Zellkern, wo unsere eigene Erbinformation liegt, und wird nach kurzer Zeit vom Körper abgebaut. Somit hat sie keinen Einfluss auf das menschliche Erbgut. 

Vektorimpfstoffe

Vektorimpfstoffe (abgeleitet aus dem Lateinischen, vector = Träger) basieren auf Viren, die für den Menschen harmlos sind (z. B. Adenoviren). Diese werden gentechnisch so verändert, dass sie in ihrem Erbgut den Bauplan für Teile eines anderen Virus enthalten. Bei Impfstoffen gegen COVID-19 enthalten die Vektor-Viren das Gen für die Herstellung des Spikeproteins an der Oberfläche des SARS-CoV-2-Virus. Dieses Protein wird als Folge der Impfung durch Körperzellen hergestellt, wodurch eine Immunantwort angeregt wird.

Die als Vektoren benutzten Adenoviren können sich im Körper nicht vermehren und werden nach kurzer Zeit vom Körper abgebaut.

Totimpfstoffe

Totimpfstoffe werden auch als proteinbasierte oder inaktivierte Impfstoffe bezeichnet. Sie enthalten abgetötete Krankheitserreger oder Bestandteile von Krankheitserregern. Diese werden vom Immunsystem als fremd erkannt und können dadurch eine Immunantwort anregen, ohne dass die Krankheit ausbricht.

Aufgrund intensiver Forschungen ist damit zu rechnen, dass weitere Impfstofftypen für eine COVID-19-Impfung hinzukommen werden. Einen aktuellen Überblick über den Stand der Entwicklung von neuen Impfstoffen bietet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Zusätzliche Informationen zu Impfstoffen gegen COVID-19 finden Sie auf den Websites infektionsschutz.de und gesund.bund.de vom Bundesministerium für Gesundheit, bei der Bundesregierung und beim Robert Koch-Institut (RKI).

Eine Entscheidungshilfe zur Corona-Impfung mit evidenzbasierten Informationen zu Infektionsrisiken und Krankheitsverläufen für Geimpfte und Ungeimpfte finden Sie auf der Website der Initiative Share to Care.

Warum entwickeln Kinder nach einer Infektion mit SARS-CoV-2 seltener Symptome als Erwachsene?

Die unterschiedlichen Krankheitsverläufe bei Kindern und Erwachsenen deuten darauf hin, dass das Immunsystem von Kindern eine SARS-CoV-2-Infektion besser abwehren kann als das von Erwachsenen.

Die genauen Ursachen für die unterschiedlichen Immunreaktionen werden derzeit noch erforscht. Laut einer Studie von Forscher:innen der Berliner Charité ist eine der Erklärungen, dass die Immunzellen der Atemwege bei Kindern generell aktiver sind als bei Erwachsenen und deshalb eindringende Viren besser erkennen und bekämpfen können.

Weitere Informationen zum Krankheitsverlauf bei Kindern finden Sie auf der Website infektionsschutz.de vom Bundesministerium für Gesundheit.